Als ältester von vier Söhnen wuchs Volker Krämer in Hilden auf. Nach Abschluss der Schule, begann er 1961 eine Ausbildung zum Verlagskaufmann bei der Rheinischen Post in Düsseldorf. Im Anschluss wurde der Autodidakt erster festangestellter Fotograf der Zeitung.
Während er im Sommer 1968 Urlaub bei Verwandten in der Tschechoslowakei machte, marschierten am 21. August Truppen des Warschauer Pakts in Prag ein. Krämer nutzte seine zwei für Urlaubsaufnahmen bestimmten Filme, um die brisanten politischen Ereignisse festzuhalten. Seine Fotos erschienen zunächst in der Rheinischen Post, dann in der internationalen Presse.
1969 holte Henri Nannen ihn nach Hamburg, wo Krämer seit 1970 als fest angestellter Fotograf für den stern weltweit arbeitete. Für eine Reportage zum Ende des Kosovokriegs reiste er im Juni 1999 auf den Balkan. Am 13. Juni wurden Volker Krämer, sein Kollege Gabriel Grüner und deren Übersetzer Senol Alit von einem russischen Söldner erschossen.